Tiervertreiber – nicht jedes Wildtier ist im Garten erwünscht

Tiervertreiber – nicht jedes Wildtier ist im Garten erwünschtWir alle lieben Tiere, nicht wahr? Da gibt es doch keine Unterschiede, oder doch? Wenn man ein Gartenbesitzer ist, der die absolute Ordnung wünscht, dann werden definitiv Unterschiede gemacht. So wie wir unsere Haustiere, die Hunde und Katzen und all die Kleintiere lieben, so sehr wünschen wir uns verschiedene Wildtiere einfach nur irgendwoanders hin. So sind beispielsweise Wühlmäuse und Maulwürfe absolut unerwünscht. Auch Mäuse und andere Nager sollen dem eigenen Garten fernbleiben. Andere Menschen besitzen keine eigenen Haustiere und nutzen die Tiervertreiber zur Abwehr von Nachbars Katze oder ausgebüxten Hunden. Nicht nur im Blumen- oder Gemüsebeet hinterlassen sie ihren Kot. Auch der Sandkasten der Kinder wird gerne als Katzentoilette der Nachbarskatzen genutzt. Sicherlich könnte man stets einen Deckel darüber schließen. Aber mit Hilfe des Tiervertreibers werden sie den gesamten Garten meiden. Diese Lösung ist doch viel besser, richtig?

Was macht ein Tiervertreiber?

Es ist genauso wie es der Name des Produkts sagt. Dieses Gerät kann Tiere vertreiben bzw. vom eigenen Garten fernhalten. Es gibt unterschiedliche Methoden, um dieses Ergebnis zu erzielen.

Achtung – Haustiere im Garten

Wer eigene Haustiere besitzt, die jederzeit den Garten nutzen dürfen, müssen darauf achten, dass die Frequenz, die zum Vertreiben anderer Tiere genutzt wird, nicht der entspricht, die für das Fernhalten von Haustieren eingesetzt wird. Ob auch Haustiere mit dem Tiervertreiber erreicht und ferngehalten werden, können Sie der Verpackungsbeschreibung entnehmen. Es ist stets explizit aufzulisten, welche Tiere auf den beschriebenen Tiervertreiber tatsächlich ansprechen.

Um genau zu sein, werden für die unterschiedlichen Tiere Geräte bzw. Einstellungen verwendet. Nicht alle Geräte können auf die gesamte Bandbreite zurückgreifen. Doch sollten Sie als Käufer unbedingt ein Auge auf die möglichen Einsatzgebiete haben:

  • Hunde (es liegt im Rahmen der Möglichkeiten, dass auch der Wolf abgehalten werden kann. Allerdings wird hierauf keine Garantie gegeben)
  • Katzen
  • Mäuse / Nagetiere
  • Marder
  • Vögel (Insbesondere Tauben)
  • Raubtiere (neben dem Marder werden hierunter Füchse, Dachse, Marderhunde und ähnliche Tierarten verstanden – der Wolf wie auch Luchs und Wildkatze fallen nicht zwangsweise in diese Rubrik)

Sie sehen, bevor Sie einen Tiervertreiben kaufen, ist es sinnvoll zunächst auf die Spurensuche zu gehen. Erst wenn Sie genau wissen, gegen welches Tier Sie vorgehen möchten, können Sie sich für das korrekte Gerät entscheiden.

Welcher Abschrecktyp liegt Ihnen am meisten?

Für Katzen werden immer noch gerne Duftstoffe eingesetzt, um sie vom Grundstück, von den Gemüse- und Blumenbeeten fernzuhalten. Das ist eigentlich ein sehr einfaches Vorhaben, denn sehr oft handelt es sich um Blumen und Pflanzen, die ganz leicht zwischen die Beetpflanzen oder das Gemüse gesetzt werden können.

  • Zitronengras: In dieser Pflanze sind es die ätherischen Öle „Graniol“ und „Citral“, die die Katzen zum Umkehren bringen. Das getrocknete Zitronengras, aber auch die Pflanze an sich kann auf den häufig frequentierten Stellen im Garten ausgebracht werden.
  • Pfefferminze: Einerseits kann die Pflanze dort gepflanzt werden, wo die Katzen sich herumtummeln. Beachten Sie aber bitte, dass ein Rhizomenschutz eingesetzt wird, damit sie sich nicht ungehindert verbreiten kann. Zudem benötigt die Pfefferminze entweder jedes Jahr einen anderen Standort oder aber neue Erde. Sollten Sie die Pfefferminze im getrockneten Zustand ausbringen wollen, sollten Sie sie zuvor zerreiben oder im Mörser zerstoßen, damit sich die ätherischen Öle so richtig entfalten können.
  • Die Verpiss-Dich-Blume: Es handelt sich um einen Lippenblütler, der in der Lage ist, Menthol-Duft zu verströmen. Je dichter diese Blume in einer Reihe um das betreffende Beet bzw. den Bereich gesetzt werden, desto effektiver ist der Schutz. Diese Blume verspricht eine dauerhafte Ruhe vor den kleinen, vierbeinigen Plagegeistern. Für den Menschen ist der Geruch eher unscheinbar, sodass auch eine größere Anzahl dieser Pflanze nicht unangenehm ins Gewicht fällt.
  • Die Weinraute: Die Katzen meiden sie. Doch auch der Mensch muss sie mit Achtsamkeit behandeln. Es kann zu Hautreizungen kommen, wenn man mit ihr in Kontakt kommt.
  • Gewürznelken: Kaufen Sie sie gleich in größerer Menge. Sie können direkt vor Ort ausgestreut werden und sind sofort wirksam. Doch müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, da die Wirksamkeit mit der Zeit nachlässt.

Gerne werden auch optische Abwehrmechanismen in Form von blinkenden Lämpchen eingesetzt. Allerdings muss man den Katzen und anderen nächtlichen Beutegreifern echten Respekt zollen. Sie gewöhnen sich nämlich recht schnell an diesen Trick und kommen trotzdem wieder. Der Effekt ist also recht schnell abgenutzt.

Damit kommen wir zu den akustischen Tiervertreibern. Es handelt sich hierbei um Geräte, die mit Ultraschall arbeiten. Sie werden, je nach zu verschreckendem Tier, auf unterschiedliche Frequenzen eingestellt. Entweder werden sie per Batterie oder aber durch einen Netzanschluss betrieben. Zudem können einige Modelle sowohl im Freien wie auch innerhalb von Gebäuden verwendet werden.

Die Reichweite dieser Geräte ist unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt sie bei 12m. Somit kann es bei größeren Gärten notwendig sein, dass mehrere Geräte zur Anwendung gebracht werden müssen. Hochwertige Modelle allerdings können auch problemlos bis zu 200m² abdecken. Sollten Sie mit diesem Modell liebäugeln, sollten Sie gezielt danach fragen. Sie kommen tatsächlich nur für sehr große Gärten in Frage.

Die Ultraschall-Geräte sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich. Zwischen EURO 20 und EURO 80 werden anfallen, um diese Geräte nutzen zu können, exklusive Batterien oder Stromversorgung.

Die Ultraschallgeräte sind sehr zuverlässig, nicht nur bei Katzen, sondern auch Hunden, Marder, marderähnlichen Tieren und letztlich auch bei Wühlmäusen und Maulwürfen. Für die letzteren beiden gibt es spezielle Geräte, die dann in die Erde gesteckt werden, um dort ihre Frequenzen abzugeben.

Selbstverständlich sind diese Modelle wetterfest, sodass sie das ganze Jahr über zum Einsatz kommen können. Doch leider haben ein bzw. zwei Schwachpunkt. Tiere, die etwa aufgrund ihres Alters zur Schwerhörigkeit neigen, werden sich von ihnen nicht abschrecken lassen. Für sie könnten dann alternativ die Verpiss-Dich-Blumen gesetzt werden. Diese Kombination hat sich auf jeden Fall bewährt.

Und noch ein Schwachpunkt lässt sich bei ihnen vermelden: Sie lösen extrem leicht aus. Das bedeutet, dass sie im Zweifelsfall bereits auslösen, wenn ein Vogel zu dicht an ihnen vorbeifliegt. Dies ist ein unschöner, aber nicht abzustellender Schwachpunkt.

Und letztlich werden sich Nachbarn, die ein sehr empfindliches Gehör haben, ebenfalls durch die Ultraschallgeräte gestört fühlen.  Dies trifft übrigens insbesondere auf Kinder und Jugendliche zu, weil diese noch in der Lage sind, die entsprechenden Ultraschallfrequenzen zu hören, was sich später verwächst. Warum aber haben sie ein Problem mit dem Tiervertreiber? Richtig – weil sie beinahe dauerhaft den Ultraschallton im Ohr haben. Menschen, die diese Frequenzen nicht hören können, verstehen das Dilemma nicht. Die Menschen jedoch, die dieses empfindsame Gehör besitzen, haben keine Chance, dem Geräusch zu entkommen, wenn sie sich in ihrem Garten aufhalten. Da hilft nur ein gutes Nachbar-Gespräch, um diesen von einer anderen Variante der Tiervertreibung zu überzeugen. Dies könnte etwa ein Modell sein, das nur via Bewegungsmelder aktiviert wird. Nicht immer ist dem Gartenbesitzer bewusst, dass er eines erwischt hat, dass als reines Abwehrgerät funktioniert und deshalb dauerhaft die Frequenz aussendet.

Solarbetrieb – für die Umwelt

Ja, Umweltschutz ist wichtig. Doch sollte man neben dem Solarbetrieb des Gerätes auch eine Versorgung mit Batterien oder Netzstrom sichern. Der Grund liegt auf der Hand: Bei unzureichender Sonneneinstrahlung funktioniert das Gerät nicht. Sollte diese Phase aber für einen längeren Zeitraum anhalten, kann es durchaus passieren, dass die Tiere dies als Friedensangebot ansehen und den Garten wieder in Beschlag nehmen. Gerade bei Modellen, die im Ganzjahresbetrieb verwendet werden sollen, ist dieser Gesichtspunkt sehr wichtig.